Wie funktioniert die Wohnungsauswahl online im interaktiven Gebäudemodell bei Projekten mit mehreren Gebäuden?
Ein interaktives Gebäudemodell macht die Wohnungsauswahl online zu einem geführten Weg: Gebäude, Geschoss, Einheit, Status. Wir erklären, wie der Wohnungsfinder 3D funktioniert, welche Daten dahinterstehen und wie die CRM-Anbindung bei Mehrgebäudeprojekten gelingt.
Interaktives Gebäudemodell: Was der Käufer darin tatsächlich tut
Ein interaktives Gebäudemodell ist eine 3D-Darstellung des Objekts im Browser. Käufer suchen darin nicht in einer Liste, sondern drehen das Gebäude, zoomen heran und klicken ein Geschoss oder eine Einheit an. Jede Einheit ist im Hintergrund mit einem Datensatz in der Datenbank verknüpft: Bezeichnung, Fläche, Zimmerzahl, Ausrichtung, Balkon oder Terrasse, Status. Das Modell ist damit vor allem eine Oberfläche zu Ihren Daten und nicht bloss ein ansprechendes Bild.
Anders als bei einer statischen Fassadenvisualisierung bestimmt der Käufer den Weg selbst. Zuerst wählt er die Ansicht auf das Gebäude, dann das Geschoss, dann die Wohnung. Mit dem Klick öffnet sich eine Einheitenkarte mit Grundriss und, wo vorhanden, einem freien 3D-Rundgang durch den Innenraum.
Da das Modell ohne Installation im Browser läuft, können Sie es auf der Projektwebsite einbetten, per E-Mail versenden oder im Beratungsgespräch im Vertriebsbüro auf dem Tablet öffnen. Der Link ist für alle derselbe, und die Darstellung bleibt identisch, egal wer ihn öffnet.
Vom Gebäude zur Einheit: So funktioniert die Navigation
Die typische Navigation hat drei Ebenen: Gebäude, Geschoss, Einheit. Auf Geschossebene hebt das Modell die gewählte Decke hervor, sodass erkennbar wird, wie die Einheiten um Treppenhaus und Kern angeordnet sind. Auf Einheitenebene erscheinen Grundriss und jene Angaben, die der Käufer für die erste Entscheidung braucht.
Filter verkürzen den Weg. Wer „3 Zimmer, Ausrichtung Süden, oberes Geschoss“ sucht, möchte nicht jede Einheit einzeln anklicken. Filter und Modell müssen synchron laufen: Sobald der Käufer seine Kriterien setzt, werden die passenden Einheiten im Gebäude eingefärbt, die übrigen treten in den Hintergrund.
Die Einheitenkarte sollte nur enthalten, was geprüft und gepflegt ist:
- Einheitenbezeichnung, identisch mit Plänen und Kaufvertrag
- Netto- und Bruttofläche sowie Fläche der Aussenbereiche
- Zimmerzahl, Geschoss, Ausrichtung
- Grundriss und nach Möglichkeit ein freier 3D-Rundgang
- Verfügbarkeitsstatus
- Preis oder Button „Preis auf Anfrage“, je nach Entscheidung des Bauträgers
Verfügbarkeit: Wie der Status nie vom tatsächlichen Stand abweicht
Der Status einer Einheit ist die sensibelste Information im Modell. Sieht der Käufer „frei“, die Wohnung ist aber bereits reserviert, verlieren Sie Vertrauen, im schlimmsten Fall kommt es zu einer Doppelzusage. Legen Sie deshalb genau eine Datenquelle fest: in der Regel das CRM oder die Verkaufsliste des Bauträgers. Das Modell liest den Status nur aus.
Für die Aktualisierung gibt es in der Praxis drei Wege: manuelle Eingabe im Admin-Bereich des Modells, Import aus einer Tabelle oder automatische Synchronisierung mit dem CRM. Der erste Weg eignet sich für kleine Projekte, der dritte für alle, bei denen mehrere Vertriebsmitarbeiter parallel verkaufen.
Einigen Sie sich auch auf die Begriffe. Im DACH-Raum sind frei, reserviert, verkauft üblich, auf anderen Märkten etwa prosto, rezervirano, prodano. Läuft das Modell mehrsprachig, muss die Bedeutung der Status in allen Sprachen identisch sein.
CRM-Anbindung: Was gespeichert wird, wenn der Käufer eine Einheit wählt
Die Wahl einer Einheit im Modell ist ein klares Interessensignal. Sendet der Käufer eine Anfrage, wird im CRM der Kontakt zusammen mit der gewählten Einheit, dem Gebäude, der Sprache und der Besuchsquelle erfasst. Der Vertrieb ruft dadurch mit dem Wissen an, was den Käufer wirklich interessiert, und nicht mit einer generischen Frage.
Für ein brauchbares Bild genügt ein kleiner Satz an Feldern:
- Kontaktdaten und Nachweis der Einwilligung
- vom Käufer gewähltes Gebäude, Geschoss und gewählte Einheit
- Art der Anfrage: Besichtigung, Angebot, Reservierung
- Quelle und Kampagne, über die der Käufer gekommen ist
- Sprache der Oberfläche
- Zeitstempel
Wohnungsauswahl online bei Projekten mit mehreren Gebäuden
Bei einer Wohnanlage mit mehreren Häusern kommt eine Ebene oberhalb des Gebäudes hinzu: der Lageplan oder ein gemeinsames Modell der Anlage. Der Käufer wählt zuerst das Gebäude, dann Geschoss und Einheit. Die Benennung der Gebäude (Haus A, B, C oder Haus 1, Haus 2) muss im Modell, im CRM, in der Preisliste und in den Verträgen übereinstimmen.
Selten befinden sich alle Gebäude im selben Stadium. Eines ist bereits im Verkauf, das zweite in Vorbereitung, das dritte erst in Planung. Für Gebäude, die noch nicht im Verkauf sind, kann das Modell nur den Umriss mit dem Hinweis „in Vorbereitung“ zeigen und Kontakte Interessierter sammeln, ohne einzelne Einheiten und Status auszuweisen.
Entscheidend ist eine einheitliche Identifikation: Jede Einheit hat eine eindeutige ID, die in Modell, CRM und Dokumentation gleich ist. Dasselbe gilt für Garagen, Keller und Stellplätze, die separat verkauft werden können. Bei ARHIX behandeln wir sie deshalb als eigenständige Einheiten mit Verknüpfung zur Wohnung und nicht als Randnotiz auf der Karte.
Häufige Fehler und Checkliste
Der häufigste Fehler ist ein Modell, das in Wahrheit ein Bild mit klickbaren Flächen ist: Es sieht ähnlich aus, doch ohne Datenbank dahinter lassen sich Status nicht zuverlässig pflegen. Der zweite Fehler ist manuelle Pflege ohne verantwortliche Person, wodurch die Daten dem Verkauf hinterherhinken.
Prüfen Sie vor der Veröffentlichung des Projekts:
- ob jede Einheit eine eindeutige ID hat, die mit der Dokumentation übereinstimmt
- ob eine einzige Datenquelle für den Status festgelegt ist
- ob das Modell auf dem Smartphone einwandfrei läuft
- ob jede Einheit einen Grundriss hat und nicht nur eine Markierung an der Fassade
- ob das Formular eine klare DSGVO-konforme Einwilligung enthält
- ob Gebäude- und Statusbezeichnungen in allen Sprachen übereinstimmen
- wer die Daten nach einer Reservierung in welcher Frist aktualisiert
Nächste Schritte für die 3D-Gebäudedarstellung im Vertrieb
Wenn Sie ein Projekt erst planen, beginnen Sie bei den Daten und nicht bei der Visualisierung: Erstellen Sie eine Liste der Einheiten mit IDs, Status und Flächen und legen Sie fest, wo die massgebliche Datenquelle liegt. Erst danach lohnt sich die Entscheidung über den visuellen Detaillierungsgrad.
Bei grösseren Projekten empfiehlt sich ein Pilot an einem Gebäude: Prüfen Sie den Weg vom Klick bis zum Eintrag im CRM und erweitern Sie das Modell erst dann auf die übrigen Häuser. Einen Eindruck davon, wie Käufer eine solche Darstellung im Browser nutzen, gibt der öffentliche Demo-Rundgang durch ein Musterhaus von ARHIX: https://moderna-hisa-3d.netlify.app/.